Im März 1998 führte
der Autor mit Unterstützung von drei 'Tutoren' einen Einführungskurs
ins Internet, speziell für Seniorinnen und Senioren, durch. Der "Aktive
im VorRuhestand", der zwar nicht mehr arbeitet, sein Wissen jedoch gern
weiter gibt, fand im Duisburger isk (Institut für Sozial- und
Kulturforschung e.V.) interessierte Geprächspartner für seine
Gedanken einer Wissensvermittlung an Senioren durch Senioren.
Das isk hat die Seniorenagentur Duisburg
realisiert und plante die Umsetzung ihres preisgekrönten Konzeptes
"Senioren ans Netz" durch den hier beschriebene Kurs "Internet KennenLernen"
und bot dem Autor die Ausführung an. Der Kurs konnte 13 Teilnehmerinnen
und Teilnehmern im Alter zwischen 77 und 57 Jahren kostenfrei (!) angeboten
werden, weil das isk hierfür ein Preisgeld einsetzen konnte.
Am Ende des Kurses hatten die Teilnehmer hinreichende Kenntnisse und Erfahrungen
und konnten die Techniken und Inhalte der Internetanwendungen beurteilen
und nutzen.
Aufgrund eines großzügigen
Angebotes der Berthold Brecht Kolleg Schule im Süden Duisburgs, konnte
der Kurs dort in einem gut ausgestattetem PC-Raum stattfinden.
Wichtige Ergebnisse des 3 wöchigen, bzw. 8 halbtägigen
Kurses sind, daß
1. bei vorhandenen - auch geringen
- PC- Kenntnissen mehr Wissen an Senioren vermittelt werden kann, als angenommen,
2. die Teilnehmer nicht an "ihrem" PC kleben, sondern
auch von sich aus Plätze wechseln, um gemeinsam Erfahrungen zu sammeln
und zu diskutieren,
3. eine kontinuierliche Teilnahme nicht für alle
möglich ist,
4. keine geschlechterspezifischen Unterschiede im
Lernen beobachtet wurden,
5. die PC-technische Ausstattung einheitlich und stabil
sein muß,
6. 'Online-Demonstrationsmöglichkeiten' notwendig
sind,
7. eine systematische Aufnahme der bevorzugten Internet-Anwendungen
und der Schwierigkeiten leider versäumt wurde.
1. Der Vorlauf bis das Thema stand
Die Seniorenagentur Duisburg ist
eine sozial-pädagogisch betreute Einrichtung des isk
und bestimmter Wohlfahrtsverbände in Duisburg. Parallel zum Aufbau
eines "Info-Pools" und in Ergänzung dazu, wurde im Herbst 1997 das
Konzept der Vermittlung von Medienkompetenz an ältere Frauen und Männer
erarbeitet. Aufgrund bereits erfolgter Vorarbeit und weil das Konzept -
im Oktober 1997 mit dem "Deutschen Seniorenpreis Multimedia" prämiert
- finanziell gesichert war, konnte der erste Kurs bereits im
März 1998 durchgeführt werden.
In einem Vorbereitungsgespräch
im Dezember 97 wurden zwei Kursteile identifiziert:
PC kennen und
PC können.
Die Teilkurse sollten jeweils an
zwei Nachmittagen innerhalb von 4 bzw. 3 Wochen stattfinden. Geplante Termine
waren Ende März und Mitte Mai 98.
Angebot
Die Überlegungen bekamen eine
neue Wendung, als beim Veranstalter das Angebot einer Schule einging, die
dort vorhandenen, vernetzten PCs für eine Schulung zum Thema Internet
zu nutzen. Da außer Internet Browser nur Software zur Informatik-
ausbildung, wie Compiler oder elektronisches Publizieren vorgesehen waren,
wurde der potentielle Teilnehmerkreis auf Senioren mit PC-Kenntnissen begrenzt.
Das Thema war nun "Internet kennen lernen" und damit konnten die
Kursinhalte bestimmt werden.
Bild: 'Konfektionierung' der Übungsdisketten
Merk(e)Mal
Während der Vorbereitungen
wurde eine logoähnliche Marke als Identifikationssymbols für
diese Aktivität "Senioren ans Netz" gesucht und gefunden: Alle sollten
einen kleinen Kaktus bekommen und das - zugegeben etwas holperige - Motto
sollte sein:
Kann
Alles
Klicken
Tippen
Und
Surfen
Der detaillierte Kursablauf mußte
flexibel. "modular" sein, weil
1. die Zielgruppe kurzfristig definiert
wurde,
2. die Durchführung in einer
Schule unbekannter Ausstattung geplant war,
3. die Vorkenntnisse und die Erwartungshaltung
der Teilnehmer unbekannt waren.
Bei einer Abstimmung mit dem isk
rund zwei Wochen vor Kursbeginn, war der Teilnehmerkreis nicht
im Detail bekannt. Es mußte davon ausgegangen werden, daß die
Interesssenten sehr unterschiedliche PC-Kenntnisse haben würden.
Während eines längeren
abendlichen (!) Abstimmtelefonats zwischen dem Kursleiter und dem 'PC-Raumverantwortlichen'
der Schule zehn Tage vor dem Start , wurden erste Informationen über
die Ausstattung des Schulungsraumes bekannt. Vor Kursbeginn sollten noch
Speicheraufrüstungen und Softwareumstellungen erfolgen.
Die strenge Vorgabe, grundsätzlich keine eigenen
Programme ausführen zu können, müßte eingehalten werden.
Aus Sicherheitsgründen würden die 12 vernetzten PCs unter dem
Basisbetriebssystem Microsoft WindowsNT betrieben werden. Einige Anwendungen
z. B. DTP, C++ seien verfügbar, darunter auch Windows 3.x - mit den
Basisanwendungen wie Paint, Editor und Internet Explorer. Die Arbeitsplatz-PC
sind nur dazu autorisiert, daß Benutzerdaten in die eingerichteten
'Schülerordner' gespeichert werden können, oder daß das
CD-ROM-Laufwerk auf dem Server als Datenquelle nutzbar ist.
Bild: Fachbereichsleiter
Schulte-Göcking mit Projektleiter Schulden-Heß
Solange nicht sicher war, daß
alle Teilnehmer PC-Vorkenntnisse mitbringen würden, mußte im
Kurskonzept die Möglichkeit des Einbringens spezieller Programme enthalten
sein (beispielsweise von Lernprogrammen). Die Schule hat in einem anderen
Raum ältere 486er PC mit kleiner Wechselplatte. Damit wäre eine
Möglichkeit gegeben, den Teilnehmern mit zu geringen Vorkenntnissen
eine Einführung zu geben. Erst kurz vor Kursbeginn war eine 'Ortsbesichtigung'
mit einer leider nur kurzen Einweisung in die technische Ausstattung. Die
geplante und erforderliche Umrüstung der Geräte wurde nochmals
angesprochen, weil das bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht geschehen war.
Es wurden auch organisatorische Fragen geklärt:
- verschließbares Gelaß
- Projektions- möglichkeiten
- 'Schlüssel- und
- Schaltergewalt'
- Fotokopiermöglichkeit
- Dokumentation/
- Handbücher
- Metaplantafel
Grund setzen
| Was nichts kostet, taugt nichts... es sei denn, es
ist karitativ!
Heitere Gelassenheit Neugier Hilfe zur Selbsthilfe Mensch : Maschine = 1:1 Workshop non-stress: chaotisch / verbindlich - sinnig / sinnlich Sprache: "Neudeutsch" Versuch und Irrtum / Try and Error "Ganz einfach!..." gibt es nicht Fragen, fragen, fragen > bis zum nächsten Tag beantwortet? Automation ist, wenn etwas ganz von allein kaputt geht (so antwortete sie auf die Frage, was unter Automation zu verstehen sei...) Und sonst möglichst: immer in den ersten Stunden "Theorieen", in der zweiten "Freies Surfen" (und das sehr bald..) |
In der Meinung, einen detaillierter
Ablauf könnte er erst erstellen, wenn ihm neben Zielen auch gewisse
Grundsätze eingefallen sind, hat der Autor sich die obigen Stichworte
aufgeschrieben. Später hat er diese auch weitergegeben.
Inzwischen waren alle Interessenten
vom Veranstalter nach ihren Vorkenntnissen befragt worden. Danach konnte
der Kursablauf bestimmt werden.
| Thema: INTERNET KennenLernen
(für Teilnehmer mit PC-Kenntnissen) Dienstag/Mittwoch
10./11.3.98
Dienstag/Mittwoch
17./18.3.98
|
Internet Möglichkeiten:
Auskunftssysteme Diskussionssysteme Buchungssysteme Überblick über Internetprovider und -dienste: City-Web, T-Online AOL, GermanyNet, UUnet, FTP WWW die Browser Netscape Communicator/Internet Explorer Menüleiste, Buttons, Eingabezeile, Suchmöglichkeiten, Zwischenspeichern, URL Surfen die http://-Adressen Dienstag/Mittwoch 24./25.3.98 Elektronische Post Einrichten der eigenen Adresse (lt. örtlichen Prozeduren) Empfangen vorbereite Mail Antworten auf Mail cc Anlagen Anmelde-/Zugangsverfahren unterschiedlicher Provider Demonstration einer beispielhaften Anmeldung bei T-Online AUFGABE Versteigerung am 19.-25.März? versenden eMail an alle Teilnehmer) Angebote (Die interessantesten Adressen) WWW Suchmaschinen Suchstrategien Dienstag/Mittwoch
31.3./1.4.98
|
Am Anfang Schrecken ohne Ende?
Bild: Frau Bamesreiter
'erfährt' mit der Maus Internet; Copilot Herr Hüther
Ohne Überraschungen verläuft
kaum ein neues Vorhaben. Am Tag des Kursbeginns stellte sich heraus, daß
weder Hardware - und schlimmer - noch Software wie geplant eingerichtet
waren. Jedoch gab es Ausweichlösungen, die, wenn auch mit unterschiedlicher
Tragweite, für die unterbrechungsfreie Durchführung des Kurses
ausreichten.
Aber es gab eine zweite Bedenklichkeit: Der Veranstalter
hatte die Flexibilität der Zuständigkeiten im öffentlichen
Bildungsbereich überschätzt: Die letzte Woche fällt in die
Osterferien und somit bleibt die Schule in jedem Fall geschlossen!
Fifty - fifty und eins zu drei
Der Teilnehmerkreis bestand aus
6 Damen und 7 Herren. Zwei Ehepaare hatten sich um die Teilnahme beworben
und ausdrücklich darum gebeten, zu zweit an einem Gerät zu lernen.
Einem 77jährigen männlichen Teilnehmer lag daran, von seiner
Frau begleitet zu werden, ohne daß seine Partnerin als Teilnehmerin
gezählt würde. Mit 5, bzw. 4 während der folgenden Tage,
'aktiv Schulenden' war ein optimales Verhältnis von eins zu drei,
Lernende zu Helfern, bzw. Helferin, gegeben. Die Mitwirkung einer Helferin
wurde sehr begrüßt. Wie sich im Verlauf des Kurses herausstellte,
waren es besonders ihre Kenntnisse in der Netzwerkadministration, die aus
gelegentlichen Problemen herausführten.
Was lernen?
Die Auswertung des Brainstormings
über die Erwartungen der Teilnehmer ergab eine eindeutige Aussage
zu Gunsten einer Einführung ins Internet.
Nur drei Teilnehmer erwähnten an erster Stelle, daß sie allgemeinere
Kenntnisse über PC-Anwendungen erwerben möchten. Es stellte sich
jedoch schnell heraus,daß sie ihre Vorkenntnisse als zu niedrig eingeschätz
hatten. Mit diesen Ergebnis war klar, daß der ins Auge gefaßte
Rückgriff auf die 'stand alone' 486er im anderen Schulungsraum nicht
erforderlich war.
Schule macht Schule
Bild: Schulleiter Herr
Machon
Zum Beginn begrüßte der
Schulleiter, Herr Machon, die Anwesenden und brachte seine guten Wünsche
zum Ausdruck. Er wies darauf hin, daß die Schule ein starkes Interesse
an neuen Kontakten nach 'außen' hat und daß man dabei auch
neue Wege gehen will.
Eine freudige Überraschung war das Angebot des verantwortlichen
Fachbereichsleiters, eine Digitalkamera benutzen zu können. Das kam
dem Referenten gelegen, da er auch "Sinnlichkeit" auf seiner Grundsätzeliste
hatte...
Wie wird HTML sinnlich?
Bild: Weitergabe
Auf das einführende Referat
des Autors folgte eine kurze Diskussion. Die Zielsetzung fand allgemeine
Zustimmung. Dem Referenten stand ein mit
ausreichend Hauptspeicher und CD-ROM Laufwerk ausgestatteter Laptop (Pentium
166er MHz) zur Verfügung. Mit dessen Hilfe und einem großen
TV-Monitor (90 cm?) präsentierte er den Teilnehmern die auch auf den
ausgegebenen Disketten enthaltenen Diashows. Diese Shows waren inhaltlich
identisch, aber unterschiedlich aufgebaut. Während die eine als selbstlaufende
Demo erstellt worden war, diente bei der zweiten die Seitenbeschreibungssprache
HTML zur Präsentation des Inhalts.
Alle Anwesenden hatten ihr Einverständnis gegeben,
daß im Verlauf Fotos gemacht werden könnten. Mit der von der
Schule zur Verfügung gestellten Digitalkamera Sony Mavica wurden an
einigen Tagen Aufnahmen gemacht. Die Kamera legt die Images direkt auf
Standard 3 1/2"-Disketten ab. So konnten diese Personenaufnahmen sofort
kopiert werden und dazu dienen, sich im Hause weiter mit dem Internet zu
beschäftigen (Kennenlernen von HTML-Dateien).
Jeder Teilnehmer erhielt "seine" Diskette mit allen Aufnahmen
noch am selben Tag. Eine "Heimarbeit" konnte natürlich erst nach ausführlicher
Diskussion der Grafikformate und der Konvertierungsmöglichkeiten angeregt
werden. Weil sicher nicht alle Teilnehmer ein Bildbearbeitungsprogramm
einsetzen könnten, alle aber unter Windows 95 arbeiteten, mußte
der Umweg über MS Paint geschildert werden (Mavica sichert unter JPEG;
MS Paint verarbeitet dies aber nicht). Das im Internet 'populäre'
GIF-Format wurde vorgestellt. Die Aufgabe bestand nun darin, seinen eigenen
Namen in das Bild zu schreiben (der Autor versprach sich damit auch ein
leichteres Einprägen der Gesichter und der Namen...).
Freundliches Wiedersehen mit Ruf zur Ordnung
Den ausgesprochen herzlichen
Begrüßungen am zweiten Nachmittag standen die Vorhaltungen des
Beauftragten der gastgebenden Schule gegenüber, nicht auf die rechte
Ordnung beim Verlassen der Räumlichkeiten geachtet
zu haben.
Nach Bedauern und Entschuldigen
konnte mit der Praxis begonnen werden. Rund die Hälfte der Teilnehmer
hatte sich im Hause mit den Digitalfotos beschäftigt und gaben ihre
Kopien zurück.
Endlich Praxis - wenn auch nur so getan wird
Bild: Labtop
und TV-Monitor
Schwerpunkt des zweiten Tages sollte
die Unterweisung in den Umgang mit den Browser-Oberflächen sein. Wie
schon erwähnt, waren die Übungs-PCs nicht einheitlich ausgestattet.
Auf der Hälfte der Rechner konnte nur mit dem MS Internet Explorer
gearbeitet werden. Trotz des grundsätzlich gleichen Aufbaus zwischen
Netscape Comminicator und Internet Explorer wurden beide ausführlich
gegenübergestellt. Dazu gehörten auch die Sprachunterschiede
englich/deutsch.
Nur wenige PCs konnten jetzt schon on-line gehen. Daher
wurde eine vorbereitete Lösung gewählt. Mit Hilfe eines CD-ROM
Paketes "@sk.me" sollte die Arbeitsweise des Browsers trainiert werden.
Leider konnte auch diese 'statische' Internet-Übung nur wenig befriedigend
umgesetzt werden. Da keine Software installiert werden sollte, konnte zwar
das CD-Laufwerk des Servers genutzt werden, aber für eine 'richtige'
Simulation des Surfens im Internet wäre die Installation der nötigen
Indizes von der CD auf die Festplatte erforderlich gewesen.
Der Telefondraht ist nicht alles
Bild: Der
Modem konnte leider nicht angeschlossen werdenLabtop und TV-Monitor
Nachdem die Teilnehmer eine neue
Diskette mit tabellarischer Aufbereitung der Fotos im HTML-Format erhalten
hatten, wurde über die technischen und organisatorischen Voraussetzungen
eines "Go online" diskutiert. Nach einer ausführlichen Schilderung
der Entwicklung und dem Einsatz von verschiedenen On-Line Systemen, wobei
die Geschichte des Internet herausgestellt wurde, folgte die Vorstellung
unterschiedlicher Provider.
Bis auf einen hatte kein Teilnehmer einen Online-Anschluß
an seinem HomePC. Daher wurde ausführlich auf die technischen Voraussetzungen
einer Installation eingegangen. Anhand eines Modems und aller Verbindungsleitungen
konnten die Zusammenhänge deutlich gemacht werden.
Mit der T-Online Software 2.03 auf dem Laptop wurde die
Installation der Programme und die Einrichtung des Online-Anschlusses durch
den Nutzer eines Dienstes demonstriert, bzw. simuliert, denn es gab im
Raum keine Möglichkeit einen Telefonanschluß für diese
Zwecke (es war eine ISDN-TK-Anlage installiert). Die Teilnehmer hatten
Kopien der Bildschirmlayouts zur Verfügung, um sich gegebenenfalls
Notizen machen zu können (20 Seiten).
An dieser Stelle ein Wort zum
Marketing zweier Provider: T-Online Marketing in Düsseldorf (Tel.
01300198) wurde vom Autor gebeten, 15 Exemplare ihrer CD zu überlassen.
Das wurde zugesagt - aber bis Anfang April nicht ausgeführt! Anders
die Marketiers von CityWeb (Tel. 0201-85010): Umgehend wurden deren CDs
mit Zugangssoftware gegen sehr geringe Berechnung (3,- pro CD) geliefert.
Inzwischen konnten den Teilnehmern
auch die vorab bestellen Begleitbücher ausgehändigt werden. Es
handelte sich um das von Stiftung Warentest herausgegebene: "INTERNET nichts
leichter als das" zum Preis von DM 19,80. Bis auf einen haben alle Kursteilnehmer
und -innen das Buch gekauft.
Ohne Suchen kein Surfen
Bild: Und wie das
zu verstehen?
Während des "Theorieteils"
berichtete einer der mitunterweisenden Senioren über seine Erfahrungen
mit verschiedenen Providern: über T-Online zum CityWeb und gab entsprechende
Praxistips.
Das Thema Suchmaschinen und Suchstrategien
im Internet wurde ausführlich behandelt, Adressen wurden verteilt
und es wurden Hinweise auf lesenswerte Einträge zum Thema Senioren
gegeben.
Auf 10 PCs ist jetzt die Anmeldung
über den Server zum Internet-Provider möglich; davon je zur Hälfte
unter Windows NT und Windows 95. Von
2 PCs kann auf den Verwaltungsrechner der User-Identificationen zugegriffen
werden. Mit diesen unterschiedlichen Konfigurationen muß bis zum
Kursende gearbeitet werden.
Jetzt könnte "Surfen satt"
stattfinden, aber leider sind die Benutzer immer wieder verunsichert, auch
wegen der Auslastung des Systems:
muß es
nun WinNT oder Win95 sein?
ist das Password
Guest, User oder keines?
geht dieser
PC wirklich nicht? (wer zuerst kommt, mahlt zuerst).
Was heißt es, eigene Homepage?
Bild: So könnte
es..
.
Bild: ... vielleicht
gehen...
Anhand einer Gegenüberstellung
von Provider-Angeboten wurde das Grundwissen zur Organisation, zu URLs
(Universal Resorce Link), zu Programmiererfordernissen und zu den steuernden
Institutionen, wie beispielsweise die beauftragte Uni-Berlin, diskutiert.
Daran anschließend ergab sich eine Diskussion über die Kosten
für einen Onlinezugang, mit denen ein Privathaushalt rechnen müßte.
Als Beispiel für die Kosten je nach Leistungsangebot des Providers
wurde eine Anzeigenkopie verteilt. Darin wird vom Angebot für Einsteiger
zu DM 29,- pro Monat bis zum Professional für monatliche DM 149,-
gesprochen.
Ein eher zurückhaltender Teilnehmer
schilderte das Zustandekommen seiner Webpages, die vom Meidericher Bürgerverein
unter der folgenden Adresse eingerichtet sind:
http://www.ourworld.compuserve/homepages/wuesti/bgvBuchb.htm
eMail Umstände
Nachdem die Hälfte der angesetzten
Kursdauer vergangen war, wurden die Möglichkeiten elektronischer Post
erläutert. Für jeden Teilnehmer konnte eine eigene Adresse eingerichtet
werden, nach dem Muster
VNNNNNNN@bbks.du.nw.schule.de
Aber auch hier gab es Verwirrungen aufgrund der Installation.
Da nur auf den beiden WindowsNT-PCs (unter Windows 95!) eMail-Austausch
eingerichtet war, entstand ein Hickhack durch die notwendigen Änderungen
im Nutzerprofil (Options), um die eigene Post öffnen und bearbeiten
zu können.
Von ihren heimischen Computern hatten die 'Profis' -
der Projektleiter, der Referent und Helfer - am Tag zuvor Mails an die
Teilnehmer geschickt, die zu öffnen waren. Antwortmessages benötigten
dann allerdings mehrere Tage bis zum Adressaten. Diese Verzögerung
lag möglicherweise an der manuellen Leitungsunterbrechung, die ein
dauerndes Polling in der Nacht und am Wochenende verhindern soll. (Übrigens
wurde die Trennung einmal vergessen und führte prompt zu einer weiteren
'Ansprache' wegen der unnötigen Telefonkosten).
5. "Haipätext, Hateemel" und "Hohmpaedsch"
Bild: Frau Steeger ist
im Netz
Die restlichen Treffen waren damit
ausgefüllt, daß einige Teilnehmer ausgiebig das Informationsangebot
durchstöberte und andere im Gespräch untereinander und mit den
Betreuern ihre besonderen Fragen besprachen.
Außerden wurde allen gezeigt, wie sie interessante
Webseiten auf ihre Disketten kopieren können, um sie beispielsweise
im Hause auszudrucken. Nebenbei bemerkt, es gehörte zwar ein Tintenstrahldrucker
zur Ausstattung des Raumes, aber mangels passender Treiber (für WindowsNT)
konnte er nicht genutzt werden.
Nachdem die Strukturen der 'Onlinedokumentenbeschreibungssprache'
HTML ja schon vorgestellt waren, wurde darüber nachgedacht, wie beispiels-weise
eine eigene Homepage aussehen könnte.
Der Autor nahm die Gelegenheit wahr, seine Ideen einer
kreativen Nutzung des PCs, anhand seiner privaten Bildergeschichte vorzuführen.
Es ist eine Story die er anläßlich einer Familienfeier unter
HTML-Standards mit alten Fotos und Zeichnungen erstellt hatte.
Jetzt konnte auch die Frage beantwortet werden, wie denn
Webseiten auf einfachere, 'intuitive' Weise erstellt werden können:
mit Hilfe der Browserfunktion "Composer", die auf der CD von CityWeb enthalten
ist.
Leider konnten die Anwesenden aus den erwähnten
Gründen diese Software nicht praktisch nutzen, sondern mußten
sich mit der Präsentation über den TV-Monitor begnügen.
Die unterschiedlichen Möglichkeiten in den Webseiten
auch Vertonungen auszuführen, wurden erläutert. Da nur der Laptop
mit Sound ausgestattet war, konnten keine praktischen Anwendungen vorgeführt
werden, sondern es mußte ausreichen, daß eine am Vortag geladene
MIDI-Datei, aus
http://www.ekd.de
zu hören war.
6. Die ausgelegten oder -gegebenen Materialien (außer dem Kaktus)
Elektronische Medien
Bild: 'Das Futter für
zu hause'
Zwei Disketten
mit Datein im *.SHW; *.HTM; *.JPG und *.GIF Format
Starter Kit CD-ROM des CityWeb, Essen
Druckerzeugnisse
'Internet, Nichts
leichter als das'
Stiftung Warentest,
Berlin
DM 19,80 ISBN 3-931908-13-5
Einkaufsführer
Hard- und Software aus Computer Bild 5/98
Die Online-Dienste
im Test aus DOS Februar 1998
Suchmaschinen im Überblick
Images von Bildschirmanzeigen einer
T-Online In stallation und Teilnehmerzugang
Wege ins WEB aus DM April 98
So gestalten Sie Ihre Startseite mit
T-Online aus Computerbild 22/97
Schema einer Hypertext-Verknüpfung
von Herrn Borschel
Die besten Internet-Adressen aus Computer
Bild Extra4
Die 333 besten Indernet @dressen aus
Focus26 - 28/97
Webnews aus MACNEWS
Printout versandter/empfangener eMails
"Für einen besseren Einstieg
in die Männer-domaine Internet" aus General Anzeiger 21./22.3.98
Hinweise auf
Ein Börsentraining
Eine Online-Versteigerung
Unvollständig, trotzdem
repräsentativ?
Bild: Die Herren Lehmann
und Schulden-Heß recht entspannt
Zum Zeitpunkt dieser Niederschrift
waren von vier Teilnehmerinnen und drei Teilnehmern sowie von zwei männlichen
Helfern schriftliche Kursbeurteilungen bekannt. Fehlende Kritiken werden
auf dem Postwege erbeten, denn da der letzte Kurstag ungeplanterweise auf
einen Freitag fiel, hatten nicht alle kommen können.
Die Probe ist für eine statistische Auswertung nicht
repräsentativ. Dennoch fällt auf, daß nur positive und
sehr positive Anmerkungen aufgeschrieben wurden. Fast alle bemerken, daß
eine freundliche und entspannte Atmosphäre herrschte, daß sie
sich als Team empfanden und daß die Unterstützung durch die
ehrenamtliche Helfer ganz außerordentlich war.
Auch der Autor empfing eine durchaus
positive Resonanz.
Was gelernt!
Auf Seite 1 wurden die wichtigsten
Punkte bereits genannt. Darüber hinaus wurden noch einige Beobachtungen
gemacht.
Der angebotene Pausenkaffee, bzw. die Getränkepause,
hat sehr positiv zur Atmospäre beigetragen. Die Gelegenheit zum Austausch
und ein wenig Geselligkeit wurde gern genutzt.
Manchmal fiel es schwer, die Aufmerksamkeit der Hörer
zu erreichen, wenn ein neues Thema angesprochen wurde, weil sie intensiv
beschäftigt waren. Andererseits fanden die Demonstrationen über
den TV-Monitor so großes Interesse, daß die Zuhörer ihre
Plätze verließen und nach vorne kamen. Hierfür muß
unbedingt eine bessere Lösung gefunden werden (Video Beamer).
Für den Autor hat es sich bestätigt, daß
ein "gemietetes Umfeld", gemeint ist hier der öffentliche Raum einer
Schule, besondere Anforderungen stellt, die nicht immer erfüllt werden
konnten. Auch künftig wird er dafür plädieren, daß
der Veranstalter die Ausstattung und die Betreuung stellt.
Manchmal sind es die gar nicht vorausgesehenen Dinge,
die nachhaltig wirken können: Als der Autor die Anwendung seines Schriftfonts
für die Deutsche Sprache, bzw. Sütterlin erwähnte,
brach großes Hallo aus und fast alle wollten diese, ihnen in der
Schule noch vermittelte Schreibschrift einsetzten. Sie hatten nie gedacht,
daß es das gäbe und sprachen ganz begeistert darüber!
Dank - Dank - Dank allen!
Last but not least
ist allen Beteiligten herzlich zu danken. Dazu gehören die Kursteilnehmerinnen
und -teilnehmer (der hilfsbereite, freundliche Herr Tillmann!), die Veranstalter
und die Verantwortlichen der BBK-Schule, aber ganz besonders die ehrenamtlichen
Helfer Frau Franzen und die Herren Brockel und Hüther.